Eierstockkrebs ist die gefährlichste weibliche Tumorerkrankung mit einer Fünfjahres-Überlebensrate von nur 37 Prozent. Schon mehrere Studien haben Übergewicht als Risikofaktor für bestimmte Krebsarten identifiziert, ein Zusammenhang zwischen Eierstockkrebs und einem zu hohen Körperfettanteil war bisher noch nicht bekannt.
Diese Wechselbeziehung untersuchten Wissenschaftler des National Cancer Institute nun in einer epidemiologischen Studie: Sieben Jahre lang beobachteten sie 94 525 Frauen zwischen 50 und 71 Jahren. Während dieser Zeit traten 303 Fälle von Eierstockkrebs auf. Dabei hatten übergewichtige Frauen, die keine Wechseljahreshormone einnahmen, ein 80 Prozent höheres Risiko zu erkranken. Im Gegensatz dazu gab es keine Beziehung zwischen dem Körpergewicht und der Krebshäufigkeit im Fall der Frauen, die sich einer Hormontherapie unterzogen hatten.
Körperfett zeigt hormonelle Wirkung
Studienleiter Michael F. Leitzmann schließt aus diesen Ergebnissen, dass Übergewicht das Eierstockkrebsrisiko durch seine hormonelle Wirkung erhöht. Hintergrund ist, dass übermäßiges Körperfett von Frauen nach der Menopause zu einer gesteigerten Östrogenproduktion führt. Das Hormon wiederum regt das Wachstum von Eierstockzellen und die Entwicklung von Krebszellen an.
Als Vorbeugung von Eierstockkrebs wird empfohlen, dass Frauen nach der Menopause besonders auf ihr Gewicht achten sollten.
Durch ausgewogene, gesunde Ernährung und Bewegung wird das Risiko an Eierstockkrebs zu erkranken bebannt, außerdem bleibt der Körper fit und eine bessere Lebensqualität wird gegeben. |