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Augen auf beim Eiweiss – Kauf
17. Mai
Die Qualität von Protein Produkten ist entscheidend abhängig von der Güte der verwendeten Eiweiße. Nur hochwertige Eiweiße können die Grundlage für hochwertige Protein Produkte sein. Der Umkehrschluss ist selbstverständlich, dass aus minderwertigen Rohstoffen auch nur minderwertige Produkte hergestellt werden können.
Eiweiß Pulver und Aminosäuren werden zunehmend auch von Ärtzten als Nahrungsergänzung empfohlen, z.B. zur Gewichtskontrolle oder einfach nur, um die gesunde Ernährung zu fördern.
Auf dem Markt gibt es viele verschiedene Eiweiß Produkte wodurch es für den Verbraucher schwer ist, zu unterscheiden, welche Proteine hochwertig und welche minderwertig sind. Ein entscheidener Faktor bei der Unterscheidung ist die biologische Wertigkeit des Eiweiß- oder Aminosäureproduktes. Diese sagt aus, wieviel Stickstoff aus dem Eiweißprodukt vom Körper zurückgehalten wird.
Je höher die biologische Wertigkeit ist, desto besser kann der Körper aus dem Nahrungs – Eiweiß körpereigenes Eiweiß, wie zum Beispiel Muskeln oder Bindegewebe aufbauen. Die biologische Wertigkeit wird aber von verschiedenen Herstellern unterschiedlich interpretiert. Aus diesem Grund geben seriöse Hersteller diese auch nicht an, da man sich nicht auf ein eindeutiges Verfahren einigen kann. Die meisten Lebensmittelchemiker sind sich einig, das tierische Eiweiße eine höhere biologische Wertigkeit haben als pflanzliche Proteine. Das hochwertigste Einzel – Eiweiß ist unbestritten das Whey Protein (Molken – Eiweiß). Dem Whey Protein schließt sich das Milch – Eiweiß und dann das Ei-Eiweiß an. Das oft hoch gelobte Soja-Eiweiß hat nur eine mittlere biologische Wertigkeit und zählt so schon zu den minderwertigen Eiweißen. An letzter Stelle steht kollagenes Eiweiß, was zwar auch ein tierisches Eiweiß ist, doch fehlt diesem die essentielle Aminosäure L-Thryptophan. Essentiell bedeutet, dass der Körper diese nicht selbst bilden kann und damit auf eine Zufuhr von außen angewiesen ist. Daraus resultiert, dass das kollagene Eiweiß allein faktisch keine biologische Wertigkeit und damit keinen Nutzen für unsere Ernährung hat.
Ein Blick auf die Zutaten einer Nahrungsergänzung gibt uns also Auskunft darüber, wie hochwertig sie ist. Enthält ein Produkt nur Milch – Eiweiß, Molke – Eiweiß und/ oder Ei-Eiweiß, handelt es sich um ein hochwertiges Präparat. Sind pflanzliche Eiweiße, wie Soja- oder Weizeneiweiß oder kollagenes Eiweiß enthalten – Finger weg.
Allein die biologische Wertigkeit entscheidet darüber, ob das Produkt als Sportlernahrung geeignet ist oder nicht. Diese Ansicht wird auch von vielen Lebensmittelchemikern und Aminosäurenspezialisten gestützt. Ihrer Meinung nach sind Produkte mit Sojaprotein vor allem aufgrund des geringen Methioningehaltes nicht zu empfehlen. Im Übrigen wird das Sojaprotein durch das technische Aufbereitungsverfahren geschädigt und kann vom menschlichen Organismus nur noch unvollständig verdaut und resorbiert werden.
Manche Hersteller von Sportlernahrung geben für Sojaprotein völlig überzogene Wertigkeiten an – „teils aus Unkenntnis, teils aus Gründen der Verbrauchertäuschung. In den USA gilt ein anderes Maßsystem für die BW. Die US-Werte liegen im Vergleich zu den europäischen Werten um bis zu 50% zu hoch.
Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat einen Mindestgehalt an Aminosäuren für Protein – Produkte empfohlen. An diesem lässt sich ein Eiweiß sehr gut in der Qualität einschätzen. Sollte ein Produkt nicht die einzelnen Aminosäuren mit Mengenangaben auf dem Etikett haben, sofort Finger weg.
Ein weiteres Indiz für die Qualität eines Proteins ist der Anteil an Kohlenhydraten. Die meisten tierischen Eiweiße enthalten Laktose, also Milchzucker. Dieser wird bei der Herstellung größtenteils entfernt. Doch je mehr das Produkt filtriert wird, um mehr Kohlenhydrate zu entfernen, desto teuerer wird die Herstellung. Ein annehmbarer Kohlenhydrateanteil liegt bei 2-5 %. Bei einem Eiweiß Shake von 30g sind das dann ca. 0,6 – 1,5g Kohlenhydrate pro Portion.
Fazit: Augen auf beim Eiweißkauf. Auf jeden Fall die Zutaten genau durchlesen und nicht nur auf den Eiweißgehalt, sondern auch auf den Kohlenhydrateanteil achten.
